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Wir wollen die Gesichter hinter dem Bildungsstreik vorstellen, zeigen, was jenseits der Berichterstattung der Medien passiert, Aspekte schildern, die der Öffentlichkeit kaum zugänglich sind, kurz: Wir berichten über den Bildungsstreik. Aus persönlichen Perspektiven.

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O Rektor Strothotte, was hast du getan?

So lautet die erste Zeile aus dem Lied "Der Vollstrecker", welches ein Professor auf der Examensfeier am 3.4.2007 in der Aula der Universität Rostock gespielt hat.

Schon damals hat sich unser Rektor nicht mit Ruhm bekleckert und es ist mittlerweile Gewissheit, dass er zumindest in dieser Hinsicht einen konstanten Kurs fährt.

Doch gehen wir etwas in der Zeit zurück. Die Amtszeit unseres Rektors begann am 01. April 2009. Man kann sagen, dass es ein holpriger Start war, denn es brauchte einen zweiten Wahlgang um ihn als Rektor zu bestätigen. Aber es war immerhin ein Neuanfang und diese bergen natürlich viele Chancen. Er erweckte den Eindruck, dass er diese zu nutzen gedenkt. Dies war vor allem daran erkennbar, dass er nach den kurzen Auftritten im H2 (die wegen terminlichen Gründen meistens nur 45 Minuten dauerten) die Zeit gefunden hat sich mit JournalistInnen oder StudentInnen - voraussgesetzt eine Kamera war auf ihn gerichtet - weitere 30 Minuten zu unterhalten. In diesen Interviews strahlt er eine gewisse positive Entschlossenheit aus, während er das Plenum nur vertröstete. Zu einem gewissen Grad war für mich dies auch nachvollziehbar. Schließlich ist es sicherlich einfacher mit einigen wenigen zu reden, als vor 300 Leuten zu sitzen.

Mittlerweile quält mich aber seit Wochen die Erkenntnis, dass ich mich blenden habe lassen. Es kamen hier viele Faktoren zusammen. Einerseits gab es Unis, die schon etwas erreicht haben im Zuge des Protests und dann dieses nette Onkel Image von Strothotte mit den vielen Versprechen. Für mich persönlich war es ein logischer Schritt in die richtige Richtung der vertraglichen Zusammenarbeit zuzustimmen. Scheinbar war ich nicht alleine, denn dies sollte die Protestform des Jahres 2010 in Regensburg werden. Die BesetzerInnen arbeiteten wieder fleißig und freuten sich auf diese Gespräche. Das Klima der ersten Januarwochen war positiv, obwohl es von Anfang an immer wieder Rückschläge gab. Gut, keiner von uns hat erwartet, dass alle Forderungen binnen ein paar Tagen erfüllt werden.

Doch es wurde leider immer schlimmer. Statt mit uns zusammen zu arbeiten wurde gegen uns gearbeitet. Immer wieder kamen unfreundliche Briefe, die Forderungen stellten und falsche Tatsachen als Gründe nannten. Es wurde Terminen zugestimmt, die kurz darauf wieder abgesagt wurden. Vom Plenum organisierte Veranstaltungen wurden torpediert.

Die BesetzerInnen reichten immer wieder die Hand zu Versöhnung und sie wurde vom Rektor entgegen genommen, mit gekreuzten Fingern hinter dem Rücken…

Lange hat das Plenum diese Lügen geschluckt und auf Zusammenarbeit gehofft, doch nun droht die Situation zu eskalieren. Der Vollstrecker droht mit Räumung und in einer Stunde zeigt sich, wie ernst er es diesmal meint…

Way am 24.2.10 20:02

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