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Wir wollen die Gesichter hinter dem Bildungsstreik vorstellen, zeigen, was jenseits der Berichterstattung der Medien passiert, Aspekte schildern, die der Öffentlichkeit kaum zugänglich sind, kurz: Wir berichten über den Bildungsstreik. Aus persönlichen Perspektiven.

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Von Drachen und Rindviechern

Dunkelgraue Betonriesen ragen neben Baukränen in einen wolkenzerfetzten Himmel, beschienen nur von einem niedergerungenen Mond und einem vereinzeltem Stern. Dies also sollte erneut das Schlachtfeld sein.

 

Ja liebe Leser, dem Krümel ist heute etwas pathetisch zumute. 

Lange sah es gestern so aus, als würde wieder einmal nichts passieren. Wahrscheinlich haben wir in letzter Zeit zu oft vom "Ernstfall" gesprochen. Je öfter man um Hilfe ruft, desto weniger kommen.

Aber jetzt hat der H2 seine ursprüngliche Bedeutung wieder. Eine Sammelstelle der Mutigen und Entschlossenen. 

Man könnte jetzt endlos diskutieren, warum wir so lange so brav waren. Ein letzter Glaube an die Menschheit, Unerfahrenheit...es spielt keine Rolle. Gestern haben wir es geschafft uns aus der uns aufgezwungenen Lethargie zu befreien. Und das ist durchaus wörtlich gemeint.

Mit dem Beschluss fiel auch die Müdigkeit ab von den Verteidigern des H2. Verpflegung und Bier wurden besorgt, Leute zusammengetrommelt, die Zuversicht kehrte zurück. 

Wir könnens noch. Wir sind noch da. Uns steht das Wasser vielleicht bis zum Hals, aber wir erinnern uns plötzlich wieder wieviel Spaß das Schwimmen und Wellen schlagen macht. 

Und das werden wir in den nächsten Tagen wieder mehr: Wellen schlagen. Krach machen. Denn die seit Anfang Januar schmerzlich gelernte Lektion ist einfach: 

Man sieht einem Rindvieh nicht an, ob es wiederkäut oder zuhört.

Unsere haben eindeutig dem Fressen gefrönt. 

Entäuschend, wenn man sich ansieht, was auf anderen Weiden möglich ist (Passau, Augsburg...) aber man kann sich ja nicht aussuchen was einem der Bauer ins Gehege stellt, und:

Viel Feind - Viel Ehr.

Außerdem ist spätestens im Sommer wieder die Zeit des Grills gekommen und ein Schelm wer dann ein Steak ablehnt ; )

Doch weg vom Vieh, hin zu höheren Zielen. Es gibt viel zu tun. Die Gewerkschaften müssen erneut als Kampfgefährten gewonnen werden, die Schüler haben noch Lücken in ihren Flyer-Batallionen und am Hochschultag (diesen Freitag), gilt es die Deutungshoheit zu verteidigen.

Gut, dass hierfür wieder eine Basis geschaffen wurde. Ein Lager in dem sich bei neigender Sonne die Gefährten sammeln und - auch wenn das Lagerfeuer noch etwas warten muss - in gemütlicher Runde ausruhen können. Denn wer dem Drachen die Stirn bietet, dem sei ein Horn des süßen Mets nicht verwehrt.

Doch viele Plätze sind noch leer, wenn der Barde sein Lied anstimmt.

Sie harren ihrer Besetzer - Sie harren deiner.

Krünel am 23.2.10 10:24

bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


ich kille keine kühe / Website (25.2.10 01:22)
steaks ablehnen?

ich lehne tierische steaks ab, liebe aber pflanzliche steaks:

http://veg-tv.info/Earthlings


Krümel (25.2.10 09:56)
Das waren auch mehr so metaphorische Steaks, ich glaube nicht dass jemand von unserer Leitkuh was haben will. Zu alt, zu zäh, bäh......


Elwinchen (25.2.10 11:09)
Wir haben eine Leitkuh?

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