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Wir wollen die Gesichter hinter dem Bildungsstreik vorstellen, zeigen, was jenseits der Berichterstattung der Medien passiert, Aspekte schildern, die der Öffentlichkeit kaum zugänglich sind, kurz: Wir berichten über den Bildungsstreik. Aus persönlichen Perspektiven.

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Bildungsstreik ist überall

Gestern ein schönes Erlebnis gehabt, dass das Verhältnis vieler aktiv Streikender zu ihrer näheren und weiteren Umgebung umschreiben dürfte.

Da will man einmal nur so durch die Stadt laufen und schon kommt jemand auf einen zugeschossen:

"Hey! Schön, dass du da bist. Werden langsam mehr Leute für den Flashmob."

"Flashmob? Jetzt? Hier?"

Und in der Tat, wenn man nicht durchgehend aufpasst wie ein Schießhund, entgeht einem die Hälfte der Aktionen die im Rahmen des Bildungsstreiks umgesetzt werden.
Besonders unsere AG Schüler hängt sich grad mächtig rein und hatte auch diese Aktion geplant.

Die Idee war nicht so neu (Rolltreppen mit 2 Gruppen in entgegengesetzte Richtung hoch und runter fahren, die einen brüllen: "Hoch mit der Bildung", die anderen: "Runter mit Belastung" aber es gibt bestimmt noch genug Regensburger die sowas noch nicht betrachten durften, also mutig ans Werk.

Wir besuchten alle Treppen in den Arcaden, im Müller und im Kaufhof, wobei uns im letzten nahegelegt wurde "Man solle doch lieber auf der Straße rumbrüllen". Wir merkten: Hier fehlt noch Akzeptanz in der Bevölkerung, aber zumindest hat uns schon mal wer bemerkt.
Es gab auch vereinzelte Zustimmung im gemütlichen Ortsdialekt: "Joa recht hamsaa schoo, goi?"

Insgesamt keine unserer größten Aktionen, aber eine sehr unterhaltsame, wir hoffen ebenso für die Passanten wie für alle Beteiligten.

Und es hat wieder einmal beweisen, dass der Bildungsstreik einfach nichts ist, das man am Abend, oder wenn man aus dem H2 hinausgeht, ablegen kann.
Die Themen sind wichtig, sie brennen einem durchgehend auf der Zunge und man will jede Möglichkeit nutzen um sie nach außen zu tragen.

Und deswegen, liebe Freunde, Bekannte und Verwandte von Leuten die sich in den Bildungsstreik gestürzt haben: Nehmt es uns nicht übel wenn das unser Hauptgesprächsthema ist, wir können nach 3 Monaten und unzähligen Stunden die wir mit diesem verrückten Haufen verbracht haben einfach nur schwer wieder umschalten.

Aber vielleicht wäre es auch nicht schlecht wenn ihr euch darauf einlasst.
Natürlich kriegt man nicht 100% der Begeisterung, des Verständnisses der Probleme und ähnlichem mit oder lernt auch nur halb soviel über Gesellschaft und Protestbewegungen, wenn man es quasi aus zweiter Hand erfährt weil man selbst nicht dabei sein konnte.
Aber der ein oder andere Funke kann schon durchaus überspringen und hilft dann beiden Seiten.

Bzw. wir werden eh nicht aufhören, bis das Thema fest im Hirn eines jeden Bürgers verankert ist, also wehrt euch nicht, es ist zwecklos ; )

Krümel am 21.2.10 16:41

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